MUNDUS -
Das Kunstmagazin für Deutschland, Österreich und die Schweiz

MUNDUS ist ein Kunstmagazin und berichtet über Ausstellungen und interessante Events aus Kunst und Kultur in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wir informieren über besondere Galerien, Kunstmessen sowie über zeitgenössische Künstler aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Bildhauerei, Installation und Autoren-Schmuck. Auf der Internetpräsenz www.mundus-art.com finden Sie Leseproben aus dem Magazin sowie einen Überblick über die bisher erschienenen Schwerpunktthemen und Ausgaben; diese können Sie bei Interesse im Shop nachbestellen.
Neben der Printversion gibt es MUNDUS auch als Epaper.

Künstlerporträt

Bench Connection Mundus Art

Vom Momentum zum Kontinuum

Zur Malerei von Jürgen Schmiedekampf

„Das Licht, ändert sich ständig, und das verändert die Atmosphäre und die Schönheit der Dinge jede Minute.“ Dieser berühmt gewordene Satz des Impressionisten Claude Monet sollte die Malerei fundamental verändern. In seiner eigenen Malpraxis ging Monet so weit, dass er beim Malen im Freien alle paar Minuten die Leinwand wechselte, weil sich die Sonne weiterbewegt hatte und die Farben dadurch anders aufleuchteten. Nicht mehr das Objekt selbst wollte der Künstler darstellen, sondern die flüchtige Farbatmosphäre und das Licht, welches das Motiv in genau diesem Moment umgab. Diese Revolution in der Malerei ereignete sich vor 150 Jahren.

Wenn ein zeitgenössischer Künstler heute in der Tradition des Impressionismus arbeitet, wird die Wiedergabe der momentanen Stimmung, der Lichtsituation und der Luftatmosphäre ebenso zur Hauptaufgabe seiner Malerei wie es damals der Fall war. So steht der Bremer Maler Jürgen Schmiedekampf in der Tradition großer französischer Impressionisten wie eben Claude Monet, aber auch Camille Pissarro, Alfred Sisley und der Landsleute Max Liebermann, Hermann Pleuer oder auch Lesser Ury.

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Kunst und Psychologie

Mundus Art Schönheit Brigitte Bardot

Babyface und lange Beine

Was wir als schön empfinden, folgt nicht nur den aktuellen kulturellen Modeströmungen, sondern vor allem den Gesetzen der Biologie

Die strahlende Schönheit der Kallirhoe ist das Thema eines der ersten Romane der Menschheitsgeschichte. Die Rede ist vom Werk Chaereas und Callirhoe des Dichters Chariton von Aphrodisias aus dem 1. nachchristlichen Jahrhundert. Das außergewöhnlich gute Aussehen der jungen Frau gerät ihr aber über lange Strecken des Romans nicht zum Segen. Ihr geliebter Mann versetzt ihr in einem Ausbruch von Eifersucht einen Tritt. Fürsten und Könige, die sie sehen, entbrennen in Liebe zu ihr und versuchen, sie mit List und Gewalt für sich zu gewinnen. Schließlich erbarmt sich Aphrodite ihrer Leiden, und Kallirhoe kann sich wieder mit ihrem ersten Mann in Liebe vereinen.

Von Helena über Parzival bis zu Schneewittchen begegnen wir in der Literatur des Abendlandes immer wieder besonders schönen Menschen. Was genau deren Schönheit ausmacht, darüber bleiben die Autoren aber eher vage.

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Ausstellungen

Kulturspeicher Grossberg Turbine Mundus Art

Sachlich – Magisch – Visionär

Retrospektive im Museum im Kulturspeicher Würzburg

Er gehört zu den bekanntesten Vertretern der Neuen Sachlichkeit: Carl Grossberg (1894-1940). In den großen Überblicksausstellungen zur Malerei der Weimarer Republik und der Neuen Sachlichkeit in den vergangenen Jahrzehnten waren seine klar konstruierten, menschenleeren Stadt- und Dorfansichten ebenso wie seine Gemälde von Maschinen und Industrieanlagen präsent. In einer umfassenden Einzelausstellung wurde sein Werk jedoch seit 1995 nicht mehr gezeigt. In Würzburg fand die letzte Grossberg-Ausstellung sogar 1979 statt. Dies ist umso erstaunlicher, als der Maler nach seinem Studium am Bauhaus fast sein gesamtes künstlerisches Leben von 1921 bis zu seinem frühen Tod 1940 im unterfränkischen Sommerhausen verbrachte. Hier entstand der größte Teil seiner Gemälde, und viele seiner Ortsansichten zeigen fränkische Dörfer und Städte – von Sommerhausen, Erlach und Frickenhausen über Eibelstadt, Kitzingen und Marktbreit bis nach Dinkelsbühl und natürlich Würzburg selbst. Mit diesen neusachlichen Bildern von Stadt und Dorf machte Grossberg sich in den 1920er Jahren einen Namen.

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