MUNDUS -
Das Kunstmagazin für Deutschland, Österreich und die Schweiz

MUNDUS ist ein Kunstmagazin und berichtet über Ausstellungen und interessante Events aus Kunst und Kultur in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wir informieren über besondere Galerien, Kunstmessen sowie über zeitgenössische Künstler aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Bildhauerei, Installation und Autoren-Schmuck. Auf der Internetpräsenz www.mundus-art.com finden Sie Leseproben aus dem Magazin, die Mediadaten und alle Informationen rund um das Abonnement sowie einen Überblick über die bisher erschienenen Schwerpunktthemen und Ausgaben; diese können Sie bei Interesse im Shop nachbestellen.
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Schwarzweiß-Fotografie

Das Wesentliche für die Augen sichtbar machen

Künstlerporträt

Dreisörner Porträt - Der Wahrhaftigkeit ein Gesicht geben

Der Wahrhaftigkeit ein Gesicht geben

Zur fotografischen Arbeit von Josef Dreisörner

Im Jahre 1969 machte der US-amerikanische Fotograf Walker Evans, ein Vertreter des Sozialen Realismus, eine bemerkenswerte Aussage: „Farbe korrumpiert die Fotografie und absolute Farbe korrumpiert absolut. Das lässt sich in drei Worten zusammenfassen, die man gar nicht laut äußern möchte: Farbfotografie ist vulgär.“ Diese Aussage wirkt kompromisslos und ist sicherlich diskussionsbedürftig, dennoch verweist sie mit ihrer konsequenten Ablehnung des Farbigen auf unbestrittene Vorzüge der Schwarzweiß-Fotografie: ihre Monochromie bedeutet eine Reduktion, durch die das Wesentliche eines Motivs stärker zum Ausdruck kommt. Weil ein schwarzweiß fotografiertes Bild die Realität übersteigt, arbeitet es – so paradox dies klingen mag – die Essenz des Sujets wesentlich stärker heraus.

Noch bis vor dreißig Jahren musste sich ein Fotograf aktiv dafür entscheiden, ob er ein schwarzweißes oder ein farbiges Bild herstellen wollte.  […]

Kunst und Psychologie

Martin Schuster - Die Erhabenheit des Monochromen

Die Erhabenheit des Monochromen

Kunst in Schwarzweiß erleichtert die Wahrnehmung und lässt eine Aura von Ernsthaftigkeit und Würde entstehen

Als die Fotografie schwarzweiße Bilder zu produzieren begann, hatte man schon viele Jahrzehnte, genau genommen sogar Jahrhunderte Erfahrung mit schwarzweißer Wahrnehmung und schwarzweißen Bildern. Wobei es statt schwarzweiß eigentlich schwarzgrauweiß heißen müsste. Zum einen fallen für unsere Wahrnehmung im Alltag bei Dunkelheit die Farben weg. Zum anderen gab es in der Kunst mit den Techniken Kupferstich, Stahlstich und Lithografie bereits eine lange Tradition schwarzweißer Darstellungen, die sich aus dem Wunsch ergab, Bilder zu vervielfältigen und sie in Einzelblättern über Bücher und Zeitungen zu verbreiten. Weil Kunstdrucke hell und dunkel mit vielen verschiedenen Kontrasten recht gut darstellen können, gehören sie eher der Sphäre des hellen Tages an als der tristen Stimmung der Nacht. Dabei gab es in der Malerei durchaus auch immer wieder Versuche […]

Ausstellungen

Niemandsland - Museum für Angewandte Kunst Köln

40 Jahre laif

40 Positionen dokumentarischer Fotografie. Retrospektive im Museum für Angewandte Kunst Köln

Sie wurde 1981 von den vier Fotografen Günter Beer, Jürgen Bindrim, Manfred Linke und Guenay Ulutuncok in der Kölner Südstadt gegründet: die Fotoagentur laif. Heute vertritt sie mehr als vierhundert Fotografen weltweit, darunter zahlreiche World Press- und Pulitzer-Preisträger. Mit dem Vertrieb von Bildlizenzen hochwertiger Fotoproduktionen und der Vermittlung von Editorial und Corporate Shootings, besonders im internationalen Kontext, gehört laif zu den führenden Bildagenturen Deutschlands. laif vertritt darüber hinaus mehr als vierzig internationale Partneragenturen im deutschsprachigen Raum und ist Syndicationpartner der New York Times. Zum vierzigjährigen Bestehen der Agentur zeigt das MAKK eine Ausstellung mit vierzig Positionen dokumentarischer und journalistischer Fotografie von 1981 bis 2021.

Die für die Ausstellung ausgewählten Fotografinnen und Fotografen reflektieren in ihren Bildern […]